Selbstverständlich bringen wir unsere Brotzeit mit in den Biergarten. Getränke vom Wirt, auch klar…

Aber woher stammt dieses Privileg eigentlich?

Der „echte Biergarten“ – nur Original mit Biergartengesetz

By Carina, 27.6.17

Heiße, lange Tage. Egal wie erschöpft man von dem stickigen Wetter zurzeit ist, wir wollen raus!!!

„Heut Abend Biergarten?!“, heißt die WhatsApp. Schnell noch die Brotzeit eingepackt und los geht’s. Im schattigen Plätzchen mit einer „kühlen Blonden“ lässt es sich doch gleich viel besser aushalten!

Einzigartig ist unser Privileg in der Welt. Und die, die davon wissen, sind neidisch. Mit oder ohne Brotzeit, nur zum Feierabendbier oder doch mit dem Wurstsalat und Radiserl als Deko. Der große Hunger wird mit einer Schweinshaxe im angenehmen Schatten der Kastanien gestillt. Mein Gott können wir stolz auf unsere gemütliche Lebensart sein!

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Ob kleine oder große Portionen, vegan oder vegetarisch. Es gibt keine * für Zusatzstoffe, denn wir dürfen unsere Schmankerln selbst mitbringen. Egal ob vom Viktualienmarkt, aus der Lieblings Ladentheke oder hausgemacht, erlaubt ist alles.

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Wer es schick oder romantisch mag, bringt eine Tischdecke mit und verziert den Obazd’n aus den verschiedensten Käsesorten noch mit Schnittlauch und Salzstangen.

Der Männerstammtisch kann auch auf die Bierfilze verzichten und sich mit Baby Spareribs und einer pikanten Sauce einheizen.

Die Hopfengetränke und die Schorlen inklusive Wasser kommen aber vom Wirt! Das ist Gesetz und darf auch nicht missachtet werden.

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Aber wie kam es eigentlich dazu?

Warum haben wir diese wunderbaren, gemütlichen, schattigen Plätze und das Glück, unsere geliebte Brotzeit selbst mit in den Biergarten zu bringen? Eine Antwort nur für Touristen? Sicher nicht.

Die bayerische Besonderheit verdanken wir einer Tradition aus dem 19. Jahrhundert. Da es zu dieser Zeit (Vergelt’s Gott) noch keine Kühlmöglichkeit gab, wurde das Kultgetränk im Keller und das meistens am Fluss gelagert. Bei unserer Nähe zur Isar ist es niemanden zu verdenken, dass der Lieblingsplatz (bis heute noch) der Münchner an der Isarau, mit einer kühlen Mass in der Hand, war bzw. ist.

Der Verkauf von Essen war zu dieser Zeit wohl komplett verboten. Münchner Münder behaupten, dass sich die Gaststätten in der näheren Umgebung dagegen gestämmt haben. Denn sie verloren Ihre Gäste, als die Brauer anfangs auch Lebensmittel verkauften.

Ein guter Mittelweg wurde also gefunden. Zum einen der traditionelle Biergarten mit Selbstbedienung und zum anderen die Gaststätten mit dem Service von Essen und Getränken.

Bedanken wir uns also nun bei den Gaststätten die Ihre Stimmen erhebt haben?!

Eigentlich ist es ja egal. Hauptsache wir erhalten die wunderbare Tradition.

Perfekt für den Biergarten, unser Waschdirndl Rosi mit Schößchen. Ab sofort im CocoVero online Shop erhältlich. Kombiniert mit unserer Bluse Lina.

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Hilfreich finden wir bei der Biergarten suche auch den Biergartenfahrplan von muenchen.de mit Tipps für Familien und den absoluten Klassikern:

biergartenfahrplan17CocoVero